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Ausdruck vom 27.09.2021 - nicht offiziell

1 Allgemeines

Für Rangierbewegungen im Bahnhof, im Bereich der Führerstandsignalisierung und in Anschlussgleisen werden die entsprechenden Befehle quittungspflichtig statt protokollpflichtig übermittelt.

Hat der Fahrdienstleiter keine Möglichkeit die Sicherungsanlage zu bedienen, darf ausnahmsweise der Mitarbeiter des zuständigen technischen Dienstes auf ausdrücklichen Auftrag des Fahrdienstleiters notwendige Bedienungen ausführen.

1.1 Verständigung

Das beteiligte Personal verständigt sich nötigenfalls gegenseitig über Unregelmässigkeiten, Verspätungen sowie Ergebnisse und Massnahmen.

Bei Störungen mit Verspätungsfolgen sind die Reisenden über den Grund und soweit bekannt über die voraussichtliche Dauer bis zur Weiterfahrt zu informieren.

Die Sicherheit der beteiligten Personen ist zu gewährleisten und sie sind auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen.

1.2 Grundlagen für die Störungsbehebung

1.2.1 Feststellen der Vollständigkeit einer Fahrt

Die Vollständigkeit einer Fahrt wird durch

  • den Lokführer für seine eigene Fahrt oder
  • den Fahrdienstleiter vor Ort durch Beachten des Zugschlusssignals oder
  • den Rangierleiter bei Rangierbewegungen für seine eigene Fahrt

festgestellt. Dabei darf innerhalb des gestörten Abschnittes keine Änderung in der Formation der Triebfahrzeuge und der Anhängelast stattgefunden haben.

1.2.2 Örtliche Kontrolle

Eine örtliche Kontrolle kann an folgenden Elementen der Sicherungsanlage durchgeführt werden:

  • Weiche
  • überwachte Bahnübergangsanlage
  • Gleisfreimeldeeinrichtung.

Durch eine örtliche Kontrolle wird festgestellt, ob das gestörte Element der Sicherungsanlage frei ist.

Bei Weichen sind alle Zweige bis zu den Enden der Gleisfreimeldeeinrichtung zu kontrollieren.

Damit sichergestellt ist, dass das richtige Element der Sicherungsanlage örtlich kontrolliert wird, übermittelt der Fahrdienstleiter dem beauftragten Personal quittungspflichtig die notwendigen Angaben zur Lage des Abschnittes bzw. Elementes.

1.2.3 Aufbieten des technischen Dienstes

Kann der Fahrdienstleiter die Störung nicht beheben bzw. wird die Grundstellung der Anlage auch durch Befahren nicht erreicht, hat der Fahrdienstleiter den technischen Dienst aufzubieten.

Nächstes Kapitel: Kernprozess Störungen